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Navi jetzt auch für den Mond

Nasa hat Navi für Astronauten in Auftrag gegeben. Astronauten sind auch nur Menschen - und auf dem Mond ist eine Route auch nur eine Route. Deshalb ist es nur konsequent, dass die US-Astronauten für ihren nächsten Flug auf den Erdtrabanten mit einer Art Navigationsgerät ausgerüstet werden sollen.

Bei den ersten drei Apollo-Missionen mussten sich die Erdlinge noch darauf verlassen, dass bei Ausflügen in ihrem Aluminium-Auto ein Computer ihren zurückgelegten Weg richtig speicherte und daraus ihre Position und den Rückweg zur landefähre ableiten konnte. Denn in der einförmigen Mond-Landschaft fällt die Orientierung extrem schwer. Wäre damals der Rechner ausgefallen, hätten sie sich nurnoch mit urzeitlichen Methoden weiterhelfen können.
Den Rückweg fanden sie dann zwar - nicht aber eins ihrer Ziele, nämlich den Cone-Krater. Wegen Sauerstoff- und Zeitmangel mussten sie aufgeben, obwohl sie quasi schon angekommen waren - sie hatten den Krater nur einfach nicht gesehen!

Das nächste Mal soll nun alles anders werden. Und in einer Zeit, in der sich jeder Erdling mal eben bei Aldi ein Navigationsgerät kaufen kann, sollte so etwas bei der Hightech-Ausrüstung eines Astronauten auch nicht fehlen.
Der Wissenschaftler Ron Li von der Ohio State University in Columbus, Ohio, der damit beauftragt wurde, für die nächste Mission ein Mondnavigationssystem zu entwickeln, steht aber vor einem großen Problem: Auf Erden funktionieren die GPS-Systeme ja nur dank mittlerweile 31 extra dafür ins All geschickten Satelliten - und die gibt es auf dem Mond nunmal nicht. Deshalb musste Herr Li sich etwas anderes ausdenken.
Gaplant ist nun, dass das “Lunar Astronaut Spatial Orientation and Information System” (LASOIS) mit Fotos von Stereokameras aus dem Mondorbit funktionieren soll - kombiniert mit Bildern, die direkt von der Mondoberfläche stammen. Dank Bewegungssensoren an ihren Fahrzeugen sollen die Astronauten so ihre Positionsänderungen auf den Mondkarten nachverfolgen zu können. Signale von der Mondbasis, dem Landegerät und speziell aufgestellten Funkfeuern würden dann die Peilung möglich machen.
Ausprobiert hat Herr Li diese Navigationssoftware bereits an den Robotern “Spirit” und “Opportunity”, die auf den Mars geschickt wurden.

Aber nicht nur der technologische Aspekt ist Herrn Li wichtig - er legt ebenso viel Wert darauf, dass die Astronauten sich dank seines Navigationssystems sicher fühlen, fast ein bißchen wie Zuhause. Deshalb soll es möglichst ähnlich zu bedienen sein wie unsere irdischen Geräte - nur einen Unterschied gibt es bei einer Spazierfahrt auf dem Mond dann noch: Das spezielle LCD-Touchpad soll am Unterarm der neuen Mondanzüge befestigt werden, und nicht an der Frontscheibe.

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