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Skobbler iPhone-app

Zuerst brachte es Navigon auf den Markt - den MobileNavigator als App für das iPhone. Kurze Zeit später folgte TomTom. Und jetzt gibt es schon den ersten Skandal, denn Branchenneuling Skobbler hat zum Preis von 3,99 Euro ein unschlagbar günstiges Konkurrenzprodukt auf den Markt geworfen. Die Navigon- und TomTom-Software kostet dagegen, je nach Kartenabdeckung, ab ca. 60 Euro. Kein Wunder, dass es ziemlich schnell die Liste der beliebtesten iPhone-Apps anführte.

Bei dem extrem niedrigen Anschaffungspreis kann man von Skobbler natürlich nicht die gleiche Leistung erwarten wie von den Luxus apps von Navigon und TomTom. Zu bemängeln ist an Skobbler unter anderem, dass, wenn man sich verfährt, die Software bis zu 20 Sekunden braucht, bis die Route aktualisiert ist - häufig ist man dann schon an der richtigen Ausfahrt vorbei. Gewöhnungbedürftig ist auch, dass die Karte sich nicht so dreht, dass die Fahrtrichtung oben ist. Oft führt das dazu, dass der Pfeil unten links im Informationsfenster in eine andere Richtung zeigt als auf der Karte. Außerdem gilt trotz des günstigen Anschaffungs-Preises zu beachten, dass Skobbler ständig über das Mobilfunknetz mit dem Internet verbunden sein muss, um die Routen- und Karten-Infos abzurufen - und das kann, besonders im Ausland, schnell richtig teuer werden. Dass die Karten nicht auf dem Smartphone vorinstalliert sind, birgt aber auch einen entscheidenden Vorteil: Der Festspeicher bleibt für Musik und Bilder nahezu vollständig frei.

Bereits nach zwei Tagen führte die Navigations-Applikation skobbler die Liste der meistgekauften Apps im App Store von Apple iTunes an. Bei den umsatzstärksten Apps belegte es den zweiten Platz. Die anderen Anbieter von Navi apps im iTunes Store waren not amused - sogar Drohanrufe soll es gegeben haben. Auch den Umsätzen von Apple selber schadete der Erfolg von Skobbler anscheinend gewaltig. Deshalb wurde der Preis angehoben - auf 7,99 Euro. Zudem wurde bekannt, dass Skobbler die Lizenz für die Karten von Navteq entzogen worden sein soll - ein Etappensieg für die Konkurrenz von Skobbler, denn mittlerweile kommt es nicht einmal mehr in den Top 10 der meistverkauften iPhone apps vor. Der Preis wurde deshalb wieder auf 4,99 Euro gesenkt.

Die größte Gefahr für die Navihersteller geht aber gar nicht von Skobbler, sondern von Google aus - denn auch der Internetgigant mischt jetzt im Navigationsgeschäft mit (>>> Sind die Navi-Hersteller vom Aussterben bedroht?).

>>> iPhone im Apple Store

Mehr Infos unter folgenden Links:

www.navigon.de
www.tomtom.com
www.skobbler.de

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